ETRS89/UTM, das amtliche Lagesystem
Die Vermessungsverwaltungen der Länder haben über die AdV ETRS89 mit der UTM-Abbildung als einheitliches Lagebezugssystem eingeführt: Liegenschaftskataster (ALKIS), topografische Karten und die Geoportale der Länder geben Koordinaten heute so aus. Auch das BEV veröffentlicht die österreichischen Festpunkte in ETRS89/UTM. ETRS89 nutzt das Ellipsoid GRS80 und ist fest mit der eurasischen Platte verbunden.
Deutschland liegt in den Zonen 32 (6° O bis 12° O, EPSG:25832) und 33 (12° O bis 18° O, EPSG:25833). Die meisten Länder rechnen in Zone 32; Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in Zone 33. Das Brandenburger Tor liegt bei 33U 389918 5819699.
Zonennummer vor dem Ostwert
In Katasterauszügen und manchen Fachanwendungen steht die Zonennummer direkt vor dem Ostwert, der dann acht Stellen hat: 32691650 heißt Zone 32, Ostwert 691 650 m. Für diese Schreibweise gibt es eigene EPSG-Codes (zum Beispiel 4647 für Zone 32), die Abbildung ist dieselbe. Geben Sie hier die Zone getrennt ein, etwa 32U 691650 5334754 für den Marienplatz in München.
Genauigkeit
Die UTM-Abbildung rechnet auf den Millimeter; geprüft ist sie mit den Geodätischen Referenzpunkten des LDBV Bayern und mit trigonometrischen Punkten des BEV in Vorarlberg (Zone 32) und Ostösterreich (Zone 33). Der Rechner setzt ETRS89 und WGS 84 gleich. Weil sich die eurasische Platte bewegt, liegen beide heute rund 1 m auseinander: für Navigation und Kartenarbeit bedeutungslos, für Vermessung mit SAPOS-Korrekturdaten erhalten Sie ohnehin direkt ETRS89.
Häufige Fragen
Welcher EPSG-Code gehört zu ETRS89 / UTM Zone 32?
EPSG:25832, für Zone 33 EPSG:25833. In Österreich gelten dieselben Codes. Die geografischen ETRS89-Koordinaten (Breite und Länge) haben EPSG:4258.
Kann ich eine GPS-Koordinate direkt als ETRS89 verwenden?
Für Karten, GIS und Navigation ja: Der Unterschied von etwa 1 m liegt unter der Genauigkeit eines Handy-GPS. Für Vermessung auf Zentimeter brauchen Sie einen ETRS89-Korrekturdienst wie SAPOS oder APOS.